Neuigkeiten / Aktuell

 

+++Guatemala - nach dem Vulkanausbruch+++

Am 6. Juni 2018 bestätigte Schwester Zeny aus Guatemala, dass es nach dem Vulkanausbruch keine Verletzten unter den Schützlingen, keine Schäden an den Schulgebäuden gegeben habe. Einzig ein starker Asche-Regen habe die beiden Einrichtungen getroffen.

 

Philippinen: Goldmedaille im 5.000 Meterlauf

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Am 25. August 2017 gewinnt Jessie Abelgos die Goldmedaille über 5.000 Meter bei den nationalen Juniorenwettkämpfen auf den Philippinen. Der 15jährige siegt in der Zeit von 17 Minuten und 50,12 Sekunden. Es war sein erster Wettkampf.

In ärmsten Verhältnisse aufgewachsen, musste er schon in jungen Jahren mit seinem Vater Holzkohle machen. „Oft half ich meinem Vater bis zum Abend. Nur einmal am Tag gab es etwas zu essen. Doch der Reis reichte nicht aus, um die ganze Familie satt zu machen. In meinem Heimatdorf in der Provinz Leyte sind alle bitterarm“ berichtet Jessie nach seinem Sieg.

Die Mutter erfuhr von den Möglichkeiten in den Schulen der Schwestern Maria. Sie nahmen ihn auf und seit zwei Jahren ist er in der Boystown Minglanilla Zuhause. Er besucht dort die Junior-Highschool, erhält drei nahrhafte Mahlzeiten am Tag und teilt mit seinen Klassenkameraden den Schlafsaal. Natürlich absolviert er in seiner Freizeit einen straffen Trainingsplan, der viel Einsatz und Ausdauer fordert.

Seine Wünsche und Hoffnungen erläutert Jesse der lokalen Zeitung: „Der Gewinn dieser Goldmedaille gibt mir hoffentlich die Chance auf ein kostenfreies Stipendium an einer Hochschule. Gleichzeitig kann ich auch als Athlet weiter trainieren und in die Fussstapfen meines Vorbilds treten, der Goldmedaillen-Gewinnerin der Südost-Asienspiele Mary Joy Tabal. Sie und ihr Trainer haben uns vor wenigen Monaten besucht.“

 

Die grosse Geburtstagsfeier am 15. August 2017

 

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Es ist ein ganz besonderer Tag und deshalb beginnt er auch mit einem ausgiebigen Frühstück. In allen Räumen ist die gespannte Unruhe zu spüren. Diese überträgt sich auch auf die Schwestern. Ganz besonders sind es die neuen Kinder, die diesen Tag noch nie erlebt haben, sie platzen fast vor Ungeduld.

Nach dem Frühstück feiert jede der Familien für sich eine kleine Feier, an deren Ende die persönlichen Geschenke von der Mutterschwester überreicht werden. Ein Paar Turnschuhe, ein T-Shirt, ein kleiner Rucksack oder eine wärmende Jacke sind schnell ausgepackt. Dabei haben die Schwestern eine lange Liste mit praktischen und zugleich persönlichen Dingen erstellt, die benötigt werden. Selbstverständlich wird dabei auch nach dem jeweiligen Land und dem Alter geschaut. Auf den Philippinen braucht es keine wärmende Jacke wie in Mexico oder Guatemala. Die Buben würden sich über ein Haarband wohl weniger freuen als die Mädchen.


 

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Wenn alle Geschenke bestaunt und verstaut sind, stehen gemeinsame Spiele in der jeweiligen Familie auf dem Programm. Hier lassen die Schwestern ihrer Kreativität freien Lauf und in kleinen Wettbewerben erweist sich die Geschicklichkeit als ganz wichtig. Der Höhepunkt des Mittagessens ist der Nachtisch: Es gibt für jeden eine große Portion Eis.

Sind alle Teller gespült und die Tische geputzt geht es nach draussen. Auch hier gibt es wieder einige Spiele und gemeinsamen Vorführungen der einzelnen Jahrgänge. Wenn rund 600 Schützlinge zusammen eine Choreographie einstudiert haben und diese nun vorführen, ist dies etwas ganz besonderes. In jedem Jahr wetteifern die Schüler (und auch die Schwestern), welche Aktion am besten gefällt, wo der Applaus am grössten ist.

Als „merienda“ (Zwischenmahlzeit am Nachmittag) werden dann die großen Torten angeschnitten und jedes Kind bekommt ein ordentliches Stück. Meist sind diese mit einem Foto der jeweiligen Familie versehen und so versucht natürlich jeder „sein“ Stück zu bekommen. Da geht es schon recht turbulent zu.

Nach dem Abendessen treffen sich nochmal alle Schützlinge in der Turnhalle. Ein kurzweiliges Bühnenprogramm haben die einzelnen Lehrer und Schülergruppen vorbereitet. Musikalisches wird zum Besten gegeben, lokale Tänze werden präsentiert und zum Abschluss stehen auch die Schwestern auf der Bühne. Ihr Habit wird durch eine bunte Kordel oder eine Ansteckblume verziert. Sie singen und tanzen züchtig und dennoch voller Hingabe.

Und dann ist der schöne Tag schon fast wieder zu Ende. Um 21.30 Uhr wird das Licht in allen Räumen gelöscht und Nachtruhe kehrt ein. Während die Kinder in ihren Betten noch über den Tag nachdenken hat uns Schwester Elena Belarmino die folgenden Zeilen geschickt. „Wir sind von Herzen allen Spendern dankbar, die unseren Schützlingen die Möglichkeit geben, an diesem speziellen Tag ihren Geburtstag zu feiern und wirklich glücklich zu sein. Vielen Dank für die treue Unterstützung unserer Arbeit.“