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Der 15. August - wieder ein Fest der Freude

Es war wieder eine ganz besondere Geburtstagsfeier am 15. August 2020. Nicht nur für die Jungen und Mädchen, die zum ersten Mal diesen Tag miterleben durften. Denn für etliche ist es das erste Mal in ihrem Leben, dass sie bewusst ihren Geburtstag feiern, dass sie etwas Persönliches geschenkt bekommen, schön verpackt und mit einem Grusskärtchen von Spendern aus Übersee versehen. Die Feiernden blieben in diesem Jahr unter sich, denn es waren keine Besucher und Freunde von ausserhalb dabei.

 

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Wie in jedem Jahr begann der Tag mit einer Messe, früh um sechs.  Anschliessend ging es zum Frühstück in die Familien zurück bevor der erste Höhepunkt, das Verteilen der Geschenke, auf dem Programm stand. Dankbarkeit und Freude war in den Augen der Beschenkten zu lesen. Und so wurden die T-Shirts oder Sportschuhe, Rucksäcke oder Hosen gleich ausprobiert. Jedes Kind bekam etwas zum Anziehen, etwas Sinnvolles für den Schulunterricht und etwas Süsses. Jede Familie erhielt eine Torte, von der nach kurzer Zeit nicht mal ein paar Krümel übrig waren.

 

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Nach dem Mittagessen, ein Festmahl mit "fried chicken" und Limonade, standen am Nachmittag die Vergleichswettkämpfe an. Es erinnert ein wenig an das früher beliebte Spiel ohne Grenzen, wenn sich in den Heimstätten die einzelnen Familien in unterschiedlichen Disziplinen messen oder eine gemeinsam einstudierte Choreographie zum Besten geben.

Was die Schützlinge und Schwestern in den letzten Tagen und Wochen vorbereitet haben, wurde dann am Abend in der grossen Sporthalle zum Besten gegeben: Es wurde getanzt, gesungen, musiziert, Videos vorgeführt und viel gelacht.

Nach dem Abendgebet ging es dann zu Bett und es war noch lange leises Tuscheln aus den Schlafsälen zu hören. Gerne haben die Schwestern an diesem Abend ein Auge zugedrückt, schliesslich waren alle noch ziemlich aufgedreht.

 

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Herzlichen Dank, dass Sie als unsere treuen Spender den Jungen und Mädchen einen solchen Tag ermöglicht haben.

 

Schule in Coronazeiten

Die Jungen sitzen an ihren Tischen, vor sich die Schreibhefte. Soweit ist alles normal. Doch die Lehrerin ist nicht im Klassenzimmer, ist aber mittels neuester Technik auf der weißen Tafel zu sehen. Sie hält den Unterricht von Zuhause aus und wird dabei von einer Kamera aufgenommen und direkt übertragen. Auch im Klassenzimmer ist eine Kamera angebracht. Somit können Schüler und Lehrerin miteinander reden, hat sie den Überblick, ob alle richtig mitmachen.

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Das Foto zeigt eine Spanischstunde in der Villa de los Ninos in Amarateca (Honduras). Natürlich kann dies dauerhaft keinen „normalen“ Unterricht ersetzen, aber die Jungen profitieren davon, dass die Schule erst vor wenigen Jahren erbaut wurde und so neuste Technik zum Einsatz kommt, die an vielen alten Schulen noch lange nicht installiert ist.

27. Mai 2020

 

 

Schwestern und Schützlinge nähen Schutzausrüstung für Hospitäler

Neben der Sorge für ihre Schützlinge sehen die Schwestern auch die grosse Not in den Hospitälern. Medizinisch können sie nicht helfen, aber Schutzkleidung können sie nähen.

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So werden in den Lehrwerkstätten auf den Philippinen Ganzkörper-Overalls und Laborkittel hergestellt. Es war nicht leicht die richtigen „Stoffe“ zu bekommen, aber die Schwestern haben es geschafft.

Wo sonst Schuluniformen entstehen, werden nun Overalls und Kittel gefertigt. Schwestern und Schützlinge arbeiten Hand in Hand, um die Schutzkleidung mit der nötigen Sorgfalt zu erstellen.

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349 Ganzkörper-Overalls sind bereits an zwei Hospitäler verteilt, 500 weitere entstehen in diesen Tagen. Ausserdem konnten 212 selbst genähte Kittel für Laborarbeitende dem De La Salle Medical Center Cavite übergeben werden. Weitere 500 sind in Arbeit.

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In Guatemala nähen die Mädchen der Villa de las Niñas Gesichtsmasken. Insgesamt 2.000 konnten bereits gefertigt und unter drei Kliniken der Hauptstadt aufgeteilt werden. Für Nachschub wird gesorgt.

5. Mai 2020

 

 

 

 

 

Liebe Freunde der »Schwestern Maria«!

Was vor Kurzem noch unmöglich schien, ist heute Realität geworden. Unsere Lebensumstände in der Schweiz haben sich drastisch verändert. Der Corona-Virus hält uns alle in Atem.

So geht es auch den Marienschwestern. Alle ihre Schulen sind offiziell geschlossen. Doch die Schützlinge leben ja auch dort und so bleiben die Jungen und Mädchen weiterhin in den Heimstätten der Kongregation. Es ist keine einfache Zeit für die verantwortlichen Schwestern.

Von aussen kommt niemand mehr in die Einrichtungen, auch keine Lehrer, die den Unterricht gestalten könnten. Dies übernehmen zum Teil die sogenannten „Helping Teacher“. Das sind Schüler der 11. oder 12. Klassen, die den Jüngeren den Unterrichtsstoff vermitteln. Aber auch die Schwestern sind an dieser Stelle gefragt. Natürlich ist kein normaler Schulbetrieb möglich.

In den Küchen geht es aber immer noch heiss her. An den großen Töpfen und Pfannen müssen nun die angehenden Köche aus den Lehrwerkstätten zeigen, was sie gelernt haben. Unter Anleitung einer erfahrenen Schwester muss jedes Küchenteam auf den Philippinen für rund 1.000 Schützlinge die warmen Mahlzeiten bereiten. Es ist jetzt sehr wichtig, dass die Mädchen und Jungen ein gesundes Immunsystem haben, deshalb werden, wo eben möglich, vitaminreiche Nahrungsmittel verstärkt besorgt und zubereitet.

Die Schwestern geben ihr Bestes, damit die Schützlinge keine Panik bekommen, sie die Situation nicht zusätzlich niederdrückt. „Serve the Lord with joy“ ist einer der Lebensgrundsätze der Schwestern, diese gilt es nun ganz neu mit Leben zu füllen.

Selbstverständlich beten die Marienschwestern und ihre Schützlinge inständig für ein Ende dieser weltweiten Virusinfektion. Es gilt für uns alle, das Gottvertrauen nicht zu verlieren und in der Ungewissheit dieser Zeit um Gottes Beistand und Eingreifen zu bitten.

Auch in diesen Tagen sind die Schützlinge der Kongregation auf treue Freunde in der Schweiz angewiesen. Denn die Kosten laufen weiter, die Herausforderungen werden nicht kleiner. Rund 20.000 heranwachsende Mädchen und Jungen möchten ihre Chance auf ein Leben ohne Armut nutzen. Unterstützen Sie uns auch weiterhin mit Ihrer Spende.

Bleiben Sie gesund.

18. März 2020

 

 

Aktiver Vulkan auf den Philippinen

Vielleicht machen auch Sie sich Sorgen, wie es den Schützlingen in den Schulen der Schwestern nahe Manilas geht. Eins vorweg: es geht ihnen gut.

Die beiden Schulen in Adlas und Biga liegen etwa 25 Kilometer vom Vulkan entfernt, glücklicherweise nicht in der vorherrschenden Windrichtung. Und trotzdem sind die Mädchen in Biga damit beschäftigt, die Asche immer wieder zusammenzukehren. Die Schule fällt aus und mittlerweile haben auch alle einen richtigen Mundschutz bekommen.

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Alle Jahre wieder - die Geburtstagsfeier am 15. August 2019

Es ist ein ganz besonderer Tag in den Heimstätten der Schwestern. Deshalb beginnt er auch mit einer feierlichen Messe, anschliessend gibt es ein ausgiebiges Frühstück. In allen Räumen ist die gespannte Unruhe zu spüren. Vor allem bei den neuen Kindern, die diesen Tag noch nie erlebt haben, sie platzen fast vor Ungeduld.

Nach dem Frühstück feiert zunächst jede der Familien für sich alleine. Als Höhepunkt überreicht die Mutterschwester jedem Kind das persönliche Geschenk. Ein Paar Turnschuhe, ein T-Shirt, ein kleiner Rucksack oder eine wärmende Jacke sind schnell ausgepackt. Dabei haben die Schwestern eine lange Liste mit praktischen und zugleich persönlichen Dingen erstellt, die benötigt werden. Selbstverständlich wird dabei auch nach dem jeweiligen Land und dem Alter geschaut. Auf den Philippinen braucht es keine wärmende Jacke wie in Mexiko oder Guatemala.

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Die Schwestern packen die Geschenktüten selbst und haben viel Freude dabei.

 

Wenn alle Geschenke bestaunt sind, stehen gemeinsame Spiele in der jeweiligen Familie auf dem Programm. Hier lassen die Schwestern ihrer Kreativität freien Lauf und in kleinen Wettbewerben erweist sich die Geschicklichkeit als ganz wichtig. Der Höhepunkt des Mittagessens ist der Nachtisch: Es gibt für jeden eine Portion Eis.

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Jedes Kind bekommt seine Geschenktüte, mit einem Gruß aus Übersee.

 

Sind die Teller gespült und die Tische geputzt geht es nach draussen. Auch hier gibt es wieder einige Spiele und gemeinsame Vorführungen der einzelnen Jahrgänge. In jedem Jahr wetteifern die Schüler (und auch die Schwestern), welche Aktion am besten gefällt, wann der Applaus am lautesten ist.

Als kleine Zwischenmahlzeit am Nachmittag werden dann die grossen Torten angeschnitten und jedes Kind bekommt ein ordentliches Stück.

Nach dem Abendessen treffen sich nochmal alle Schützlinge in der Turnhalle. Ein kurzweiliges Bühnenprogramm haben die einzelnen Lehrer und Schülergruppen vorbereitet. Musikalisches wird zum Besten gegeben, lokale Tänze werden präsentiert und zum Abschluss stehen auch die Schwestern auf der Bühne. Ihr Habit wird durch eine bunte Kordel oder eine Ansteckblume verziert. Sie singen und tanzen züchtig und dennoch voller Hingabe.

Und dann ist der schöne Tag schon fast wieder zu Ende. Um 21.30 Uhr wird das Licht in allen Räumen gelöscht und Nachtruhe kehrt ein. Während die Kinder in ihren Betten noch über den Tag nachdenken hat uns Schwester Elena die folgenden Zeilen geschickt. „Wir sind von Herzen allen Spendern dankbar, die unseren Schützlingen die Möglichkeit geben, an diesem speziellen Tag ihren Geburtstag zu feiern und wirklich glücklich zu sein. Vielen Dank für die treue Unterstützung unserer Arbeit.“

 

 

Völlig überraschend verstarb Schwester Michaela Kim am 28. März 2019

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Zum 50. Mal hatte sich Schwester Michaela zur Erneuerung ihrer Gelübde für ein paar Tage zurückgezogen, als das Herz nicht mehr schlagen wollte.

Abends zuvor klagte sie über Schmerzen in der Schulter, bekam ein Schmerzmittel und verbrachte eine ruhige Nacht. Morgens fühlte sie eine große Müdigkeit und wollte später am Tag einen Arzt konsultieren. Dazu kam es aber nicht mehr, um 8.40 Uhr hörte ihr Herz auf zu schlagen.

Am 30. März um 10 Uhr versammelten sich die Marienschwestern und hunderte ehemaliger Schützlinge zur Trauerfeier von Schwester Michaela Kim, die in der Turnhalle der Boystown von Pusan stattfand. Nach der Messe begleiteten sie sie auf dem Weg zur letzten Ruhestätte.

Eingeleitet wurde die zutiefst bewegende Messe mit einer Bildpräsentation über die Stationen ihres Lebens und den Worten:

 

     Unsere Herzen sind betrübt, weil du uns verlassen hast,

     aber unser Geist erfreut sich an dem, was Du hinterlassen hast:

     Es ist deine Liebe, die bleibt.

     Hingebungsvoll und standhaft warst du uns ein Vorbild

     in Deinem Dienst für die Armen und Schwachen.

    Demütig, bescheiden und treu hast Du die Kongregation

    nach dem Tod von Pater Schwartz geleitet.

    Wir werden dich nie vergessen, du wirst in unseren Herzen weiterleben.

    Jetzt ruhst Du in Gottes liebender Umarmung. Ruhe in Frieden!


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16 Jahre stand Schwester Michaela als geistliche Leiterin an der Spitze der Schwesternschaft. Neue Heimstätten entstanden in Guadalajara (Mexiko), in Guatemala-Stadt und in Brasilien eröffneten die Schwestern Heimstätten für Mädchen und Jungen. Die ersten Schritte für eine Girlstown in Honduras leitete sie ein.

Ihre Schützlinge spürten schnell, dass sie ein Herz für jeden Einzelnen hatte, dass sie offen für deren Schicksale und Nöte war.

Wir werden sie vermissen!